Florentia's Aromatherapie Blog

Wissenswertes über die Aromatherapie und ätherischen Ölen

Grippewelle

Die Grippezahlen verdoppeln sich seit letzter Woche. Vergangene Woche waren 80 Personen pro 100'000 Einwohner betroffen diese schon über 176. Laut Bundesamt für Gesundheit ist das die erste Hälfte der Grippewelle. Die Grippeimpfungen werden immer wieder kontrovers diskutiert. Gibt es eventuell andere Möglichkeiten? 

Als "echte Grippe" bezeichnet man die Erkrankung durch das Influenza Virus. Bei einem "grippalen Infekt" handelt es sich "bloss" um eine Erkältung. Grippeviren sind nur wenige Tausendstel Millimeter gross. Sie befallen (trockene) Schleimhautzellen (z.B. in der Nase) und vermehren sich dort. Viren werden via Tröpfchen- oder Schmierinfektionen übertragen. Beispielsweise, wenn eine kranke Person im Bus niest und wir die Luft einatmen oder wir dasselbe Handtuch oder denselben Handlauf gebrauchen wie die erkrankte Person. Influenzaviren können mehrere Stunden ausserhalb des Körpers überleben, bei kalten Temperaturen noch länger.

Grundsätzlich reagieren Viren sehr sensibel auf aromatische Moleküle und folgende 4 Stoffklassen mögen sie am wenigsten:

Monoterpene: Grundsätzlich bewirken die Zitrus- und Nadelöle welche in diese Gruppe fallen, Frische und Leichtigkeit im Kopf. Sie steigern die Konzentrationsfähigkeit und wirken desinfizierend auf die Raumluft. Die Monoterpene Alpha-Pinen, Gamma-Terpinen, Para-Cymen haben auch antivirale Eigenschaften (1,2). Vorsicht ist geboten bei oxidierten/alten Ölen, diese können - vor allem in Verbidnung mit warmen Wasser - zu Hautreizungen führen.

Phenole: Die scharf riechenden Stoffe welche wir kennen z.B. aus dem Bohnenkraut, dem Origano oder dem "starken" Thymian, sind sehr stark antiinfektiös. Das bedeutet Phenolverbindungen töten nicht nur Bakterien ab sondern auch Viren (2) und Pilze. Bei empfindlichen Menschen ist allerdings Vorsicht geboten: zu hoch dosiert können Phenole zu Hyperäktivität führen oder eine blutdrucksteigernde Wirkung haben.

Aldehyde: Citral (Geranial und Neral (2) und Citronellal weisen bereits in kleinen Mengen ausgeprägte antivirale Eigenschaften auf. Die zitrusartig duftenden Verbindungen, die jedoch nicht (oder nur in Spuren) aus den Agrumen (Zitrusfrüchte) stammen sondern zu einem Grossteil aus der Familie der Myrtaceaen werden gerne auch gegen stechende Insekten eingesetzt. Vorsicht: Aldehyde sind sehr reaktive Verbindungen, auch sie können bei empfindlichen Menschen zu Hautreizungen führen und bei Überdosierung zu Hyperaktivität.

Monoterpenole: Aufgrund ihrer unproblematischen Handhabung, Hautfreundlichkeit und trotzdem gezielten, intensiven Wirkung gehört diese Stoffgruppe zu den bevorzugten der Aromatherapeuten. Monoterpenole findet man in vielen ätherischen Ölen, sie wirken ebenfalls anti-infektiös und sind auch (bis auf Menthol!) prima geeignet für Kinder!Öle aus den oben genannten Stoffgruppen können nach Belieben miteinander gemischt werden und

präventiv eingesetzt werden

Auch als Duschmittel, Bodylotion oder Körperöl lassen sich die Öle oder ihre Mischungen hervorragend einsetzen, allerdings ist eine adäquate physiologische Dosierung wichtig, damit keine Hautreizungen durch die aggressivere Stoffgruppen entstehen. 

Astani A, Reichling J, Schnitzler P (2009) Comparative study on the antiviral activity of selected monoterpenes derived from essential oils. Phytotherapy Research. In PressAstani A, Reichling J, Schnitzler P. (2010) Comparative study on the antiviral activity of selected monoterpenes derived from essential oils. Phytotherapy Research 24:673-679
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Grippewelle Teil 2: Was tun?
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